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Vorzüge
Ein jahrzehntelang bewährtes, chemiesparendes und somit umweltfreundliches
Badewasser-aufbereitungsverfahren, das allerdings höhere Investitionskosten
verursacht, ist ein Verfahren mit Ozonstufe.
Wirkung
Ozon entfernt die Präkursoren (Vorläuferstoffe), die Desinfektionsnebenprodukte
welche (DNP) wie Chloramine (Chlor-Stickstoffverbindungen) und Trihalogenmethane
(THM, z. B. Haloforme, wie Chloroform) bilden. Durch Chloramine verursachter
"Hallenbadgeruch" gibt es bei Bädern mit Ozonstufe nicht mehr.
Ozon entfärbt das Wasser und vernichtet Gerüche.
Verfahren
Unverbrauchtes Ozon zerfällt relativ schnell wieder rückstandsfrei
und ohne Bildung von störenden Nebenreaktionsprodukten, es oxidiert und
desinfiziert. In der DIN 19643 Teil 3 und 4 sind die Werte für die Beckenwasseraufbereitung
mit Ozon vorgegeben. Gemäß DIN 19 643 wird das aufzubereitende Wasser
einer Vorfiltration durch einen Sand- oder Mehr-schichtfilter unterzogen. Danach
wird das Ozon über eine Venturidüse direkt in den Wasser- strom eingeblasen
und in den Schwallwassertank eingebracht. Der Restozongehalt in der Luft wird
über einen Kohlefilter entfernt. Die M.A.K. ( = maximale Arbeitsplatzkonzentration
) gibt vor, dass sich keine Ozonbelastung in der Luft befinden soll . Um jede
Irritation durch Ozon zu vermeiden. erfolgt deshalb die Ozonisierung des Solebades
während der Nacht-stunden im geschlossenen und entlüfteten Technikraum,
wenn das gesamte Etablissement für das Publikum geschlossen ist.
Dosierung
Bei der Aufbereitung von Beckenwasser normaler und höherer Temperatur
mit dem DIN-19643 Verfahren soll ein Chlorwert zwischen 0,3 und 0,5 mg/l im
Beckenwasser sein. Wenn die Aufbereitung des Wassers mit Ozon erfolgt, darf
der Wert zwischen 0,2 und 0,3 mg/l liegen. Ozon darf nur maximal bis 0,05 mg/l
noch im Beckenwasser vorhanden sein.
Zusätzliche Oxidation
Badewasser mit einer zusätzlichen Ozon -Oxidationsstufe wird überall
dort empfohlen, wo viele Personen mit unterschiedlichen Abwehrkräften baden.
Insbesondere im Klinik- und Therapiebereich aber auch in vielen modernen Freizeitbädern
und Hotels höherer Kategorie finden sich deshalb zusätzliche Ozonstufen.
Dieses Verfahren einzusetzen empfiehlt sich besonders für Mineral- und
Solebäder.
( aus Wikipedia / bearbeitet )
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