Redaktion
Jürgen Tapprich
Zürich/Schweiz
tapprich@jueta.ch
1. Jahrgang
Mai 1996

Hommage an Esalen

Begegnung mit dem Samadhitank

Meine erste Begegnung mit dem Tank hatte ich in Esalen als Mithörer eines Palavers zwischen amerikanischen und russischen Astronauten in den dortigen Bädern. Esalen ist ein Camp an der Pazifik Küste, ziemlich genau auf halber Strecke zwischen San Franzisco und Los Angeles am wunder- schönen Highway No.One gelegen. Dort in Esalen ist so ziemlich alles lern- und erfahrbar, was man sich nur vorstellen kann. Sie haben warme Schwefelbäder mit Sicht auf den Pazifik, das ganze Volk sitzt da drin, und Du , und im Januar siehst Du die Wale vorbeischwimmen. Also das war 1981, sie hatten - das war zu der Zeit sensationell - ein Meeting der Astronauten und Kosmonauten. Von den Amerikanern sprach natürlich keiner Russisch, aber einige der Russen sprachen Englisch und erklärten: " Das haben wir erst vor drei Wochen im Tank gelernt: Superlearning nach Lozanov ", und jemand sprach von einem Buch "Psychic Discoveries behind the Iron Curtain" von Ostrander / Schroeder; und von John Lilly, dem Erfinder des Tanks.

Mehr konnte ich nicht erfahren, aber das liess mir keine Ruhe mehr. Es hat dann noch ein Jahr gedauert, bis ich an einem Superlearning-Kurs in New York, mit eben dieser Autorin Lynn Schroeder, teilnehmen konnte. Die grosse Frage bei dem Superlearning war schon immer: wie komme ich in Alpha ..., und dahin kommt man im Tank ziemlich mühelos. Ich fragte sie nach der Kombination von Superlearning und Samadhi-Tank, und sie sagte, dass das geht, es forsche seit zwei Jahren hier in New York ein Mann in dieser Richtung, mit grossem Erfolg.

Ein Vorsprung von nur 2 Jahren, das reizte mich, das wollte ich wissen. Ich legte mich also in jeden nur erreichbaren Tank, kaufte mir John Lillys Bücher ("The Deep Self", "Im Zentrum des Zyklons" usw.), kaufte mir einen gebrauchten OVA-Tank in New York, liess ihn rüberschiffen, stellte ihn in Zürich in mein Foto-Studio. Nach Workshops mit John Lilly und Robert Anton Wilson begann ich als Lilly- Anhänger, der ich in der Zwischenzeit geworden war, mit meinen Experimenten. Aber leider war die amerikanische Technik nicht unbedingt high-tech und der Tank nicht sauber, so dass mir nichts anderes übrigblieb, als das Kontroll- und Reinigungssystem von einem Abwasser- ingenieur verbessern zu lassen. Das brachte uns zwar ein Patent ein, war aber mit so hohen Kosten verbunden, dass ich, um das Geld wieder hereinzubekommen, anfing, selber Tanks zu verkaufen: in einem sehr kleinen Umfang, so etwa 2 bis 3 Stück pro Jahr. Diese Tanks sind zwar teuer, aber high-tech.

Für mich ist der Tank immer noch das Grösste: Er ist sanft, zärtlich, wunderbar entspannend; wenn ich Probleme habe, gehe ich hinein: Klappe zu - Affe tot. Das ist wörtlich zu nehmen: Der Affe, der in uns lebt, herumhüpft zappelt und unkonzentriert ist, dieser Affe wird auf einmal ruhig, kann über sich hinaus wachsen, kann Mensch werden. Du kannst in die höheren Schaltkreise kommen, deinen Körper im Tank parken, deinen grenzenlosen Mind erfahren.

Für mich hat der Tank eine grosse Zukunft in zwei Kundenkreisen, die er anspricht: Einmal alle diejenigen, die Schmerzen haben (besonders bei Rückenschmerzen, Streß, Sportverletztungen usw. hilft und heilt der Tank vorzüglich). Zweitens die Neugierigen, die an ihre eigenen Mind-Programme heran wollen, einen Ort suchen, wo man sich wunderbar konzentieren kann. Du kannst alles mit ihm machen, ihn sogar mit einer brain machine koppeln ...

Man kann ihn in jeder Form bauen: als Wal, als Ei, als Pyramide. Das schönste Tankerlebnis hatte ich in einem Gartenhäuschen-Tank in Kalifornien. als ich da herauskam und in dem Garten sass, begriff ich, dass die Welt jeden Moment neu erschaffen wird.

Jürgen Tapprich

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last updated: 10. Juli 2003
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