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Begegnung mit dem Samadhitank
Meine erste Begegnung mit dem Tank hatte ich in Esalen als Mithörer eines
Palavers zwischen amerikanischen und russischen Astronauten in den dortigen Bädern.
Esalen ist ein Camp an der Pazifik Küste, ziemlich genau auf halber Strecke
zwischen San Franzisco und Los Angeles am wunder- schönen Highway No.One
gelegen. Dort in Esalen ist so ziemlich alles lern- und erfahrbar, was man sich
nur vorstellen kann. Sie haben warme Schwefelbäder mit Sicht auf den Pazifik,
das ganze Volk sitzt da drin, und Du , und im Januar siehst Du die Wale vorbeischwimmen.
Also das war 1981, sie hatten - das war zu der Zeit sensationell - ein Meeting
der Astronauten und Kosmonauten. Von den Amerikanern sprach natürlich keiner
Russisch, aber einige der Russen sprachen Englisch und erklärten: "
Das haben wir erst vor drei Wochen im Tank gelernt: Superlearning nach Lozanov
", und jemand sprach von einem Buch "Psychic Discoveries behind the
Iron Curtain" von Ostrander / Schroeder; und von John Lilly, dem Erfinder
des Tanks.
Mehr konnte ich nicht erfahren, aber das liess mir keine Ruhe mehr. Es hat dann
noch ein Jahr gedauert, bis ich an einem Superlearning-Kurs in New York, mit eben
dieser Autorin Lynn Schroeder, teilnehmen konnte. Die grosse Frage bei dem Superlearning
war schon immer: wie komme ich in Alpha ..., und dahin kommt man im Tank ziemlich
mühelos. Ich fragte sie nach der Kombination von Superlearning und Samadhi-Tank,
und sie sagte, dass das geht, es forsche seit zwei Jahren hier in New York ein
Mann in dieser Richtung, mit grossem Erfolg.
Ein Vorsprung von nur 2 Jahren, das reizte mich, das wollte ich wissen. Ich legte
mich also in jeden nur erreichbaren Tank, kaufte mir John Lillys Bücher ("The
Deep Self", "Im Zentrum des Zyklons" usw.), kaufte mir einen gebrauchten
OVA-Tank in New York, liess ihn rüberschiffen, stellte ihn in Zürich
in mein Foto-Studio. Nach Workshops mit John Lilly und Robert Anton Wilson begann
ich als Lilly- Anhänger, der ich in der Zwischenzeit geworden war, mit meinen
Experimenten. Aber leider war die amerikanische Technik nicht unbedingt high-tech
und der Tank nicht sauber, so dass mir nichts anderes übrigblieb, als das
Kontroll- und Reinigungssystem von einem Abwasser- ingenieur verbessern zu lassen.
Das brachte uns zwar ein Patent ein, war aber mit so hohen Kosten verbunden, dass
ich, um das Geld wieder hereinzubekommen, anfing, selber Tanks zu verkaufen: in
einem sehr kleinen Umfang, so etwa 2 bis 3 Stück pro Jahr. Diese Tanks sind
zwar teuer, aber high-tech.
Für mich ist der Tank immer noch das Grösste: Er ist sanft, zärtlich,
wunderbar entspannend; wenn ich Probleme habe, gehe ich hinein: Klappe zu - Affe
tot. Das ist wörtlich zu nehmen: Der Affe, der in uns lebt, herumhüpft
zappelt und unkonzentriert ist, dieser Affe wird auf einmal ruhig, kann über
sich hinaus wachsen, kann Mensch werden. Du kannst in die höheren Schaltkreise
kommen, deinen Körper im Tank parken, deinen grenzenlosen Mind erfahren.
Für mich hat der Tank eine grosse Zukunft in zwei Kundenkreisen, die er anspricht:
Einmal alle diejenigen, die Schmerzen haben (besonders bei Rückenschmerzen,
Streß, Sportverletztungen usw. hilft und heilt der Tank vorzüglich).
Zweitens die Neugierigen, die an ihre eigenen Mind-Programme heran wollen, einen
Ort suchen, wo man sich wunderbar konzentieren kann. Du kannst alles mit ihm machen,
ihn sogar mit einer brain machine koppeln ...
Man kann ihn in jeder Form bauen: als Wal, als Ei, als Pyramide. Das schönste
Tankerlebnis hatte ich in einem Gartenhäuschen-Tank in Kalifornien. als ich
da herauskam und in dem Garten sass, begriff ich, dass die Welt jeden Moment neu
erschaffen wird.
Jürgen Tapprich
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